Azubi gesucht! – Mittelschüler heiß begehrt

Auf Einladung der Berufsberaterin Frau Ulrike Schmidt stellten am Tag der Berufsorientierung für die 8. Klassen der Mittelschulen Schmidgaden und Schwarzenfeld sechzehn lokale Betriebe ihre Ausbildungsberufe vor.

Die Referenten präsentieren in anschaulichen Vorträgen die unterschiedlichen Berufsbilder. Vertreten waren Konstruktionsmechaniker, Zimmerer, Milchtechnologen, Kauffrau, -mann im Einzelhandel, Verkäufer, zahnmedizinischer Fachangestellte/-r, Schreiner, Bauberufe mit Schwerpunkt Tiefbau, Fertigungsmechaniker, Mechatroniker, Kinderpfleger, Hauswirtschaft, Sozialbetreuer und Pflegefachhelferin, Metallbauer, Feinwerkmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Friseur und Metzger.

Viele Firmen gehen heute in die Offensive, um Azubis (=Auszubildende) für ihre Betriebe zu begeistern. Der Fachkräftemangel schlägt durch insbesondere im Landkreis Schwandorf, in dem die Arbeitslosigkeit nur knapp über 2,5 % beträgt und bei den Jugendlichen praktisch nicht vorhanden ist, sofern diese für eine Ausbildung fähig sind. Interessant war auch, dass ehemalige Schüler heute als Ausbilder Azubis für ihren Betrieb anwerben und dies mit gutem Gewissen empfehlen können.

Bei der Schulleitung melden sich zur Zeit wöchentlich mehrere Firmen, um ihre Ausbildungsangebote darzulegen und viele suchen händeringend nach den geeigneten Kräften an der Mittelschule. Man kann den Eltern im Jahr des Übertritt in der 4. Klasse nur raten, die Mittelschule als sinnvolle Alternative anzusehen und nicht auf „Teufel komm raus“ und mit Nachhilfe einen Übertritt anstreben, der die Schüler davon abhält, an der Mittelschule erfolgreich eine Grundlage für ihre spätere Berufsausbildung zu legen. Bei uns sind viele Schüler mit guten Noten erfolgreich, die an anderen Schularten wohl öfters Lernschwierigkeiten hätten.

Selbst Banken und Geldinstitute fragen nun wieder bei den 9. Klassen in der Mittelschule nach, ob sich niemand für ihren Beruf als Bankkaufmann/Bankkauffrau interessieren würde. Es stimmt schon seit vielen Jahren nicht mehr, dass man unbedingt Abitur braucht, um im Leben erfolgreich im Beruf zu sein und gutes Geld zu verdienen. Das ist heute im Handwerk und Industriebetrieben mindestens genauso gut möglich. Noch mehr als Akademiker sind heute Meister und Techniker gefragt, bei ihnen beträgt die Arbeitslosigkeit nur ein knappes Prozent.