Bayerischer Umweltminister ehrt 164 Umweltschulen

Bayerischer Umweltminister ehrt 164 Umweltschulen

Thorsten Glauber zeichnet Schulen aus der Oberpfalz, darunter die Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld, für ihre Umwelt-Projekte aus

In der zweiten von drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule für das Schuljahr 2018/2019“ am 25.11.2019 im Goethe-Gymnasium in Regensburg. Der bayerische Umweltminister betont, dass junge Menschen gebraucht werden, um unsere Umwelt zu schützen und den Klimawandel erfolgreich zu bewältigen. Denn nur wenn alle zusammenarbeiten können die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert werden. Die Schüler seien ein Vorbild, deren Engagement Mut macht.

Die Auszeichnung erhalten Schulen, die innerhalb eines Schuljahres an zwei Projekten zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit arbeiten und dabei zeigen, wie sie durch Verhaltensänderungen sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen an ihrer Schule zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt beitragen. Eine Jury aus Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

Die Grund- und Mittelschule nahm im vergangenen Schuljahr mit den Projekten „Insekten im Fokus: Wir schaffen Lebensräume“ und „Umgang mit Plastik“ teil und wurde dafür ausgezeichnet.

Infos zu den Projekten:
Die AG Umwelt (GS) befasste sich am Anfang des Schuljahres damit, die Schule „fit“ zu machen im Sinne der Umweltbildung. Dazu nahmen sie den IST-Bestand auf und legten sich Schwerpunkte fest. Einer davon war die Auseinandersetzung mit Müll. Dazu holten sie Angebote ein und führten Gespräche mit den Verantwortlichen, um eine einheitliche Einführung der Mülltrennung einzuführen. Diese wurde dann in Kurzvorträgen durch die AG allen Klassen vorgestellt, die Struktur an der Schule festgelegt und Mülleimer übergeben. Dadurch entwickelte sich in den beteiligten Klassen eine Projektidee im Zusammenhang mit der Einführung von Wasserspendern (Haupthaus und Außenstelle). Neben den Grundlagen zu Wasser und Wasserknappheit entstand die Erkenntnis, Wasser sauber zu halten. Die Eintragung von Plastik in Flüsse, Seen und Meere wurde durch Experimente und Untersuchungen der regionalen Gewässern überprüft (2. + 4. Jgst). Vorträge über die Ergebnisse wurden untereinander über Klassenstufen hinweg vorgestellt (GS und MS). Allein die Einsparung durch den Wasserspender in der Außenstelle, spart die Schule 27.462 Plastikflaschen pro Jahr und damit 626kg Plastik ein, so die Berechnung einer 2. Klasse. In das Projekt waren auch die künstlerischen Fächer eingebunden: Gestaltete Plakate, die auf die Einsparung und richtige Entsorgung von Plastik erinnern sollen mit Slogans der Schüler und „Plastikfischen“ als Mahnmal; Lieder zu Wasser oder mit dem Thema Wasser, aber auch Müllinstrumente und Kunstwerke aus Müll.

Zur Vorbereitung holten die AGler Informationen zur Honigbiene ein; die Kinder allein faszinierten die Zahlen und Fakten zur Honigbiene. Durch Beobachtungen am Bienenstock und Öffnen des Bienenstocks wird das Wissen zur Biene aktiv entdeckend erweitert. Der Besuch des Lehrbienenstandes des Imkervereins Schwarzenfeld vertiefte ihr Wissen.

 

Andreas Reißer (Lehrer)