Erneut als Umweltschule ausgezeichnet

Die Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld wird wiederholt als Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule ausgezeichnet

 

Die Auszeichnung erhalten Schulen, die innerhalb eines Schuljahres an zwei Projekten zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit arbeiten und dabei zeigen, wie sie durch Verhaltensänderungen sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen an ihrer Schule zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt beitragen. Eine Jury aus Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.
Die Grund- und Mittelschule nahm im vergangenen Schuljahr mit den Projekten „Maßnahmen zum Klimaschutz – Projektwoche mit Baumpflanzaktion“ und „Von der Biene zur Wildbiene – Aufbau einer Schulimkerei“ teil und wurde dafür ausgezeichnet.

Leider konnten beide Projekte aufgrund der Schulschließungen nicht vollständig durchgeführt werden und sollen im Schuljahr 2020/2021 nachgeholt werden.

Infos zu den Projekten im Schuljahr 2019/2020:

1. Projekt: Maßnahmen zum Klimaschutz – Projektwoche mit Baumpflanzaktion
Das Projekt war so geplant, dass eine Woche zum Thema Maßnahmen für den Klimaschutz in jeder Klasse einzeln erarbeitet wird. Dabei sollten die 8. Mittelschulklassen die grundsätzliche Information der Grundschüler übernehmen. Dazu hätten sie den Klimawandel sowie den Zusammenhang des Weltklimas für sie erarbeitet, präsentiert und erklärt. Der Auftakt wäre durch eine gemeinsame Baumpflanzaktion der Grundschule mit 900 Pflanzen in der näheren Schulumgebung erfolgt (Kooperationspartner Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten [AELF] Schwandorf und Schutzgemeinschaft deutscher Wald [SdW]). Nach Absprache mit dem Förster und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sollten Winterlinden, Esskastanien und Hainbuchen gepflanzt werden. Da nicht die ganze Klasse auf einmal die Bäume pflanzen können, wäre vorgesehen gewesen, dass Förster mit einem Teil der Klasse einen waldpädagogischen Parcours durchlaufen hätten. Personelle Betreuung bei der Pflanzaktion wäre durch das AELF gestellt worden, eine kleine Brotzeit wäre durch ortsansässige Bäcker auf Spendenbasis erfolgt. Weiterführende Projektideen in den Klasse hätten bis Freitag erarbeitet werden sollen. Eine Präsentation wäre auf Jahrgangsstufenebene am Freitag erfolgt. Die Eltern sollte an einem gesonderten Elternabend informiert werden, an dem die Möglichkeit eine Baumpartnerschaft zu übernehmen gegeben gewesen wäre. (Das Projekt wurde aufgrund der Corona-Schulschließung zwei Wochen vor Beginn abgesagt und ist für das SJ 2020/2021 geplant).

2. Projekt: Von der Biene zur Wildbiene – Aufbau einer Schulimkerei
Zu Beginn des Projekts fanden sich die Kinder der AG Umwelt zusammen, um die wichtigsten Informationen zu den Bienen zu finden. Dabei lernten sie alles, was für das Halten von Bienen erforderlich ist. Im Winter wurden alte Rahmen gesäubert, neu bespannt und für das Einlöten vorbereitet. Das Einlöten selber sollte kurz vor Bezug eines neuen Volkes erfolgen, jedoch musste hier das Projekt wegen des ersten Lockdowns abgebrochen werden. Weiter wäre geplant gewesen, beim Bezug des Volkes zu helfen und die Beobachtung der Bienen und des Aufbaus des Bienenstaats durchzuführen. Das krönende Ereignis sollte das Schleudern des ersten Honigs werden. Der Erlös des Honigverkaufs wäre der Baumspende zu Gute gekommen. Zum Ende des Schuljahres sollte das Thema erweitert auf Wildbienen werden und sich mit dem Lebensraum beschäftigen. Daraus hätte sich eine weitere Projektidee zur Gestaltung des Schulgeländes und zur Erstellung eines Plans entwickelt. Dieser sollte dem Bürgermeister vorgelegt werden, da aktuell Sanierungsmaßnahmen an der Schule stattfinden. In diesem Zuge sollte ein Bereich des Pausenhofs dafür gestaltet werden.

Hintergrund:
Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule
„Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

„Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ist Teil des weltweiten Eco-School-Netzwerkes. Auf dieser Seite erhalten Sie alle Informationen für bayerische Schulen.
Für eine Auszeichnung müssen Schulen zwei Handlungsfelder zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dabei sollen dauerhafte Verhaltensänderungen in der Schulgemeinschaft erreicht und konkrete Maßnahmen zum Schutz der Umwelt umgesetzt werden. Partizipation von Schüler*innen steht dabei im Fokus. Nachhaltigkeit und insbesondere Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen sollen zunehmend im Schulleben verankert werden.
Viele Schulen in Bayern sind schon seit über 15 Jahren dabei und nutzen die Auszeichnung als Impuls für eine beständige Verbesserung der Schulumwelt. Die Auszeichnung ist ein Angebot für Einsteiger und Fortgeschrittene, sie erfolgt in drei Qualitätsstufen.
Die hohe Qualität des bayerischen Umweltschule-Konzepts wurde von der UNESCO bestätigt. Das „Bayerische Netzwerk Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ist „Ausgezeichnetes Netzwerk des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Zum Bild:
Die Urkunde und die Flagge wird durch einen Schüler der AG Umwelt an den Bürgermeister überreicht.

 

Link zum Video:
https://www.dropbox.com/sh/ldzw162qoxu2pbj/AAAdafo6_q-TpdbzC6xILCuGa?dl=0

 

Andreas Reißer (Lehrer)

 

 

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