9. Klasse

Weihnachtsaktionen 2022

Beim ersten Elternsprechtags an der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld und der Außenstelle Stulln wurde ein Weihnachtsverkauf durchgeführt. Ziel war es, Spendengelder für Kinder zu sammeln, denen es nicht so gut geht. Ein Teil der Einnahmen – 1000 Euro – ging an die Stiftung KreBeKi, die sich für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern engagiert und verschiedene Projekte durchführt. Mit den verbleibenden 800 Euro werden an der Schule Projekte und Aktionen für die Kinder und Jugendlichen durchgeführt.

Das Fachlehrerteam mit der Teamleitung Josefa Ruhland erstellte mit den verschiedenen Werken/Gestalten- und Technik-Gruppen der Grund- und Mittelschule ein vielfältiges Warenangebot. Verkauft wurden getöpferte Elche und Bäume, Bücher-Engel, genähte Schlüsselanhänger, Vogelfutterhäuschen und viele andere Werkstücke. Selbstgemachte Geschenke aus der Schulküche, z. B. Kaba-Elche, Schoko-Crossies und Apfelgelee wurden ebenfalls angeboten. Auch im Computerraum wurden fleißig Adventskalender gestaltet und ein Flyer für den Verkauf erstellt.

Der Nikolaus besuchte am 06.12. die 1. Klassen in Schwarzenfeld und Stulln. Die Kinder erfreuten den Nikolaus und seine Helfer mit Gedichten und Liedern. Aus dem prallgefüllten Sack gab es für jedes Kind ein kleines Säckchen, dass im Werken/Gestalten-Unterricht mit Filz verziert wurde.

 

Beate Lobinger (Fachoberlehrerin)

 

Bericht Fahrt Mödlareuth

Die beiden 9. Klassen der Mittelschule Schwarzenfeld besuchten im Dezember das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth. Vor Ort erhielten die Schüler*innen einen Vortrag und eine Filmvorführung über die geschichtlichen Hintergründe des Ortes. Der Film schilderte den Ablauf des Mauerbaus, geschichtliche Hintergründe zur Trennung und Wiedervereinigung des Dorfes und persönliche Geschichten Betroffener.

Mödlareuth nach dem zweiten Weltkrieg: ein geteiltes Dorf, auf der einen Seite in der sowjetischen, auf der anderen in der amerikanischen Besatzungszone. Menschen und Boden getrennt voneinander durch den Tannbach. Später mit der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 teilte sich das Dorf in Gebiete der DDR und Bundesrepublik. Im Jahre 1989 wurde der Grenzdurchgang Mödlareuths im Zuge des Mauerfalls geöffnet und endlich konnten sich die Bürger*innen wieder begegnen.

Dabei wurden die beiden Dörfer schon im Kaiserreich verwaltungstechnisch geteilt, noch im 19. Jahrhundert.

Bis heute gehört eine Hälfte des Dorfes zum Freistaat Thüringen, der andere zum Freistaat Bayern. Das bedeutet in der Umsetzung, unterschiedliche Landratsämter, Schulferien, Müllabfuhr, Stromversorger, etc. Im Gegensatz zu früher stehen Besucher*innen heute mit ein paar Schritten über die Brücke auf dem Boden des anderen Bundeslandes.

Eine Führung durch das neu sanierte Außengelände des Museums ermöglichte den Schüler*innen einen lebendigen Einblick in die damalige Lebensrealität der Bürger*innen an der Grenze. Gezeigt wurden beispielsweise die Überreste der Mauer, einige Nachbauten von Schutzzäunen und Aussichtstürmen, eine Hundevorrichtung für die damals eingesetzten, abgerichteten Wachhunde und vieles mehr.

Besonders anschaulich skizzierten realistische, defekte Tretminen und Selbstschussvorrichtungen die Ernsthaftigkeit der Lage zu Zeiten der Mauer, ähnlich wie die Schilderung individueller Fluchtgeschichten von Bürger*innen aus der Umgebung. Diese Einblicke gewährte das Museum.

Die Führung fand in der Fahrzeughalle des Museums ihr Ende, wo Militärwägen und andere Kfz im Originalzustand zu bewundern sind.

Die Schulklasse erarbeitete vorab im Unterricht die Inhalte der Teilung Deutschlands, insbesondere des Ortes Mödlareuths. Die Themen Flucht und Wiedervereinigung, Sehnsucht nach den Menschen und dem Leben auf der anderen Seite begleiteten die Menschen nicht nur damals, sondern sie sind auch in der heutigen Zeit stets präsent.

Die Klasse blickt auf den Tag in Mödlareuth positiv zurück. Die Gedenkstätte dient nicht nur als Lernort für Menschen, sondern vielmehr als Ort der Erinnerung, damit das Geschehene nicht in Vergessenheit gerät.

Die Bildungsfahrt fand durch die finanzielle Unterstützung des Kreisjugendamtes statt, in Kooperation mit der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit statt.

Mit der Bildungsfahrt nach Mödlareuth nimmt die Mittelschule Schwarzenfeld am Projekt „Gestalte die Welt von morgen, mit dem Wissen von gestern und heute“ teil.

Aus dem damaligen Umgang mit Grenzen und Krieg können wir viele Schlüsse ziehen, die uns in der Gegenwart hilfreich helfen können. Vor Ort und im Anschluss an diese Bildungsfahrt fand eine thematische Auseinandersetzung mit Flucht, Grenzen und geschichtlichen Hintergründen statt.

Herzlichen Dank an alle Kooperationspartner*innen für die Beteiligung an der Fahrt.

 

Veronika Kopf (Sozialpädagogin)

 

 

Schwarzenfeld wieder „Umweltschule in Europa“

Auszeichnung für Schulen mit nachhaltigem Engagement
Schon zum 4. Mal in Folge erhält die Schule Schwarzenfeld das Prädikat Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule. Mit vielen Projekten setzten sich die Klassen mit den Themen auseinander, gestalteten, recherchierten und informierten. Voller Stolz hoffen wir Ihnen bald in der Aula die Auszeichnungsfahnen präsentieren zu dürfen.
Weitere Informationen aus der Pressemitteilung der Umweltschule in Europa:
Hilpoltstein, 07.12.2022 – 624 Schulen in Bayern erhalten für ihren Einsatz im vergangenen Schuljahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz), Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo beglückwünschen die prämierten Schulen, die diesen Titel nun ein Jahr lang tragen werden. Alle Umweltschulen waren eingeladen, im Rahmen eines interaktiven Livestreams an der von Schüler*innen selbst gestalteten Veranstaltung in München teilzunehmen. Dort präsentierten sechs Schulen ihre Aktivitäten und sechs weiteren Schulen wurden live dazugeschaltet. „Die ausgezeichneten Schulen tragen durch ihr Engagement dazu bei, dass das Schulleben Schritt für Schritt nachhaltiger wird. Sie setzen sich für Klima- und Biodiversitätsschutz ein und fördern globale sowie generationenübergreifende Gerechtigkeit“ sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Die diesjährige Auszeichnung wird an Schulen vergeben, die sich im Schuljahr 2021/22 in zwei Handlungsfeldern für Umwelt und Nachhaltigkeit eingesetzt und durch konkrete Maßnahmen innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft Schritt für Schritt in Richtung Nachhaltigkeit entwickelt haben. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene haben konkrete Ideen entwickelt, sich für Umwelt und Nachhaltigkeit zu engagieren. „Jede ausgezeichnete Schule konnte nachweisen, dass Schüler*innen an den Aktivitäten engagiert und eigenverantwortlich beteiligt waren. Sie alle haben innerhalb des Schuljahres gemeinsam Fortschritte unter dem Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung erreicht“, so die Bayerische Landeskoordinatorin
Birgit Feldmann
vom LBV. Über die Auszeichnung entscheidet jährlich eine Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung.
In Bayern koordiniert der LBV die Auszeichnung. Gefördert wird sie vom bayerischen Umweltministerium, weiterer Partner ist das Kultusministerium. Alles Informationen zur Auszeichnung finden sich unter www.lbv.de/umweltschule

Andreas Reißer (Lehrer)

 

Aktion „Geschenk mit Herz“ – immer fest eingeplant!

Für die Schüler der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld mit Außenstelle in Stulln war es selbstverständlich, sich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Geschenk mit Herz“ zu beteiligen.

109 liebevoll gepackte Weihnachtspäckchen konnten die freiwilligen Helfer von „humedica“ auf ihren LKW laden.

Tatkräftige Unterstützung bekamen sie von der 2. Klasse, die mit großer Begeisterung anpackte.

Viele Kinderaugen werden in Osteuropa an Weihnachten strahlen, wenn sie die wunderschönen Päckchen öffnen dürfen.

Vielen Dank an alle Päckchen-Heldinnen und -Helden!

 

Josefa Ruhland

 

 

Schülersprecherwahl

Am 29.09.2022 fand an der Mittelschule Schwarzenfeld die alljährliche Wahl der Schülersprecher*innen und Vertrauenslehrer*innen statt.
Es versammelten sich alle Klassensprecher*innen der dritten bis neunten Klassen in der Mensa, um diese wichtigen Entscheidungen für ihre Mitschüler*innen zu treffen.

Die besondere Aufgabe der Vertrauenslehrer*innen übernehmen Herr Daschner für die Mittelschule und Frau Lehnfeld gemeinsam mit Frau Birzer für die Grundschule.
Sie wurden von der Gruppe gewählt, um sie im Schulalltag zu unterstützen.

Insgesamt stellten sich acht Kinder und Jugendliche zur Wahl, die sich gerne für die Schülerschaft, das Schulklima und die Schule einsetzen möchten.
Die Stimmen wurden anonym auf Wahlzetteln abgegeben und dann gemeinsam ausgezählt.

In diesem Schuljahr 2022/2023 ist das Schülersprecher-Team folgendermaßen zusammengesetzt:
1. Schülersprecherin: Sarah Stürzer
Ihre Vertretung übernehmen: Kristin Wengler, Lukas Schmid und Aylin Ferstl

Sarah Stürzer repräsentierte die Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld bereits diese Woche auf der Landkreis-Schülersprecherwahl.

Wir gratulieren zur Wahl und freuen uns auf kreative Ideen, spannende Aktionen und eine tolle Zusammenarbeit!

 

Veronika Kopf
Sozialpädagogin (B.A.)

 

Materiallisten für Ihren Einkauf

Materialliste mit der benötigten Grundausstattung:

alle 1. Klassen (PDF-Dokument)

 

 

Taschenrechner (7. bis 9. Klassen)

Bitte vorzugsweise das Standardmodell unserer Schule kaufen:

Casio FX-82DE X

(Achtung: Der Preis für diesen Schulrechner variiert im Handel von ca. 16 bis 22 €)

Pilsen ist eine Reise wert

Am Ende ihres letzten Schuljahres an der Mittelschule Schwarzenfeld erlebte die 9. Klasse nochmal ein schönes Highlight: Per Bus ging es für die Abschlussschüler/innen einen Tag lang nach Pilsen, der viertgrößten Stadt Tschechiens im Westen von Böhmen.

Bei einer Führung durch das Stadtzentrum erhielten die Jugendlichen interessante Einblicke in die Geschichte Pilsens und konnten die historischen Bauwerke, wie z.B. das Rathaus und die imposante St. Bartholomäus Kathedrale bestaunen. Die aufmerksamen Schüler/innen erkannten sogar zwei Symbole des Stadtwappens, einen Windhund und ein Kamel, in Form zweier moderner Brunnen wieder. Die Erkundungstour beinhaltete auch den Besuch der Großen Synagoge. Die zweitgrößte Synagoge Europas wurde im neuromanischen Stil erbaut und dient heutzutage vor allem für kulturelle Zwecke. Im Inneren der Synagoge ließen die Schüler/innen die Atmosphäre auf sich wirken und erfuhren interessante Besonderheiten des Judentums.

Anschließend durften sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig auf Erkundungstour durch Pilsen begeben und konnten hierbei das Flair dieser sehenswerten Stadt genießen.

Die Fahrt fand in Kooperation mit den Jugendsozialarbeiterinnen der Mittelschule Schwarzenfeld sowie dem Kreisjugendamt Schwandorf statt.

 

Marina Simon (Sozialpädagogin, B.A.)

Die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg

Bericht Flossenbürg

 

Im Mai 2022 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der Mittelschule Schwarzenfeld den Ort Flossenbürg. Dort befindet sich die KZ-Gedenkstätte, inklusive Bildungszentrum.

Die Jugendlichen wurden zunächst vom Personal der Gedenkstätte im Außenbereich der Gedenkstätte herumgeführt und hatten anschließend die Möglichkeit, die zugehörigen Ausstellungen zu besuchen.

Bis etwa 1930 war der Ort Flossenbürg bekannt als „Ort des Granits“, wo viele Arbeiter lebten. Der Granit, sowie die Burg, seien für die Nationalsozialisten wohl ein wichtiger Standortfaktor gewesen.

Für die Häftlinge des Konzentrationslagers bedeutete Flossenbürg Terror, Gewalt und unmenschliche Arbeit. Durch die schlechten medizinischen Zustände und die grausame Zwangsarbeit im Steinbruch starben viele gefangene Menschen an Erschöpfung und Unterversorgung. Umstände, die wir uns heutzutage kaum mehr vorstellen können.

Obwohl der zweite Weltkrieg und die damit zusammenhängenden Gräueltaten bereits viele Jahrzehnte zurückliegen, bleibt stets deutlich, wie wichtig Aufklärung und Verbreitung des heutigen Wissensstands darüber sind.

Durch die vorbereitenden Schulstunden und Projekte zum Thema, sowie den Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte werden die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers Flossenbürg angeregt. Der Austausch zu den gelernten Inhalten mit dem Lehrpersonal und in der Peergroup ermöglicht das gemeinsame Lernen über die Geschichte des Ortes.

Die Bildungsfahrt fand im Rahmen der Projektreihe „Todesmärsche“ statt, einer Kooperation der Grund- und Mittelschule Schwarzenfeld und der Gemeinde Schwarzenfeld zur Erinnerung an die lokalen Geschehnisse im zweiten Weltkrieg.

Dankenswerterweise wurde die Fahrt finanziell möglich gemacht vom Kreisjugendamt Schwandorf und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung.

 

Veronika Kopf (Sozialpädagogin)